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Bestattungsfachkraft

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Vergütung

900–1.150 € / Monat

Schulabschluss

Berufsschule – Abitur

Über die Ausbildung

Das Telefon klingelt, am anderen Ende weint jemand. In den nächsten Tagen bist du für diese Familie die Person, die weiß, was zu tun ist: den Verstorbenen abholen, Papiere beim Standesamt beantragen, Sarg oder Urne aussuchen, die Feier mit Pfarrerin oder Trauerredner abstimmen, Blumen, Musik, Zeitungsanzeige. Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft verbindet Handwerk, Verwaltung und ein Gespür für Menschen in ihrer schwersten Woche.

Du arbeitest in Bestattungshäusern, oft Familienbetriebe, oder in kommunalen Friedhofsverwaltungen. Zum Alltag gehören die hygienische Versorgung und das Einkleiden Verstorbener, das Überführen mit dem Bestattungswagen, das Vorbereiten der Grabstelle und der Trauerhalle, und die Beratung im Büro, die viel Fingerspitzengefühl braucht. Kaufmännisch lernst du, Angebote zu kalkulieren und mit Krankenkassen, Versicherungen und Friedhofsämtern abzurechnen.

Drei Jahre lernst du dual, mit überbetrieblichen Kursen im Bundesausbildungszentrum in Münnerstadt. Der Umgang mit dem Tod ist nicht für jeden etwas, und Bereitschaftsdienst am Wochenende gehört dazu. Wer es kann, bekommt dafür einen Beruf mit echter Bedeutung, sicherer Nachfrage und viel Dankbarkeit von Menschen, die sich sonst hilflos fühlen würden.

Aufgaben

Das erwartet dich im Arbeitsalltag als Bestattungsfachkraft.

Angehörige beraten

Angehörige beraten

Im Gespräch klärst du Wünsche, Kosten und Ablauf der Bestattung und nimmst der Familie die Organisation ab.

Verstorbene versorgen

Verstorbene versorgen

Du holst den Verstorbenen ab, versorgst ihn hygienisch, kleidest ihn ein und bettest ihn in den Sarg.

Trauerfeier vorbereiten

Trauerfeier vorbereiten

Trauerhalle dekorieren, Musik und Redner abstimmen, Blumen und Kerzen stellen, damit der Abschied würdig wird.

Formalitäten erledigen

Formalitäten erledigen

Sterbeurkunde, Rentenabmeldung, Friedhofsantrag: Du übernimmst den Papierkram, der nach einem Todesfall anfällt.

Das bringst du mit

Diese Stärken helfen dir in der Ausbildung, sortiert nach Wichtigkeit.

Must-have

  • Organisieren
  • Trösten

Wichtig

  • Beraten
  • Schwierige Situationen aushalten
  • Zuhören

Nice-to-have

  • Verwalten

Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Dein Weg endet nicht mit der Abschlussprüfung. Hier sind deine nächsten Schritte.

  1. Geprüfte/r Bestatter/in

    Die Fortbildung mit Prüfung vor der Handwerkskammer ist die zweite Stufe im Beruf.

  2. Bestattermeister/in

    Mit dem Meister darfst du ein eigenes Bestattungshaus führen und ausbilden.

  3. Thanatopraktiker/in

    Eine Zusatzqualifikation für die Konservierung und Rekonstruktion Verstorbener, etwa nach Unfällen.

  4. Trauerbegleiter/in

    Mit einer Weiterbildung begleitest du Angehörige auch nach der Beisetzung.

Ausbildungsplätze für Bestattungsfachkraft

Aktuelle Ausbildungsangebote von Unternehmen, die Bestattungsfachkraft anbieten.

Wir halten Ausschau für dich

Sobald ein Betrieb Bestattungsfachkraft anbietet, findest du die Ausbildung hier.

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